Nach meiner Erfahrung scheiden sich an WordPress (oder grundsätzlich an CMS) die Geister: Die einen lieben es, die anderen können es absolut nicht ab. Warum ich persönlich WordPress liebe, kannst du hier nachlesen.

Manch einer rümpft womöglich die Nase, wenn du ihm sagst, dass deine Webseite mit WordPress gemacht wurde. Zuviel Code (Webseite ist zu langsam), zu unsicher (Sicherheitslücken im System), unübersichtlich, es werde mehr Wert auf Design als auf Inhalt gelegt, und und und

Alle diese Argumente gegen WordPress können zutreffen, müssen es aber nicht zwangsläufig.

Was ist WordPress eigentlich

Auch wenn WordPress inzwischen sehr bekannt ist, nicht jeder kann mit dem Begriff etwas anfangen. Daher möchte ich hier auch eine kurze Erklärung geben, was WordPress eigentlich ist.

Das kleine Website-Wunder ganz groß

WordPress ist ein sogenanntes Content-Management-System (kurz CMS), mit dessen Hilfe Websites gebaut werden. Ursprünglich im Jahr 2003 für Blogs programmiert, entwickelte sich WordPress sehr schnell zu dem beliebtesten CMS weltweit (ca. 60 % Marktanteil unter den CMS). Heutzutage sind ca. 40 % aller Webseiten weltweit mit WordPress erstellt.

Weltweiter Marktführer unter den CMS – über 40 % aller Websites laufen mit WordPress

Dabei beschränkt sich das CMS nicht mehr nur auf Blogs. Dank unzähliger Erweiterungen (Plugins) und beinahe grenzenlosen Möglichkeiten bei der Gestaltung durch Themes lässt sich eine WordPress-Website für praktisch jeden Bereich erstellen. Egal ob Hobby-Heimwerker mit Blog oder Mode-Label mit Shop – WordPress macht es möglich.

WordPress.com und WordPress.org – Was ist der Unterschied?

Im Grunde beschreibt der Begriff „WordPress“ zwei Varianten der Software, die leider ziemlich häufig miteinander verwechselt werden. Gerade für Neulinge kann es ziemlich verwirrend sein, wenn sie sich dazu entscheiden, ihre Website mit dem CMS zu bauen. Deshalb hier noch eine kurze Erklärung wo eigentlich der Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org liegt.

Screenshot der Startseite von WordPress.org
WordPress.org – hier bekommst du das kostenlose CMS.

Auf WordPress.org erhältst du das CMS als kostenlosen Download (Open-Source), welches du anschließend bei einem beliebigen Hoster installieren, konfigurieren und erweitern kannst.

WordPress.com nutzt diese Basis von WordPress.org, allerdings hast du hier nur die Möglichkeit deine Seite dort zu erstellen. Zwar ist WordPress.com in seiner grundlegenden Version kostenlos, jedoch bist du hier sehr stark eingeschränkt in Funktionalität und Design der Website. Reichen dir die Basis-Funktionen nicht aus und würdest gerne mehr aus deiner Website herausholen, musst du auf WordPress.com entsprechende Pakete hinzubuchen.

WordPress.com oder WordPress.org – Was ich empfehle

Screenshot der Startseite von WordPress.com
Schnelles, sicheres, verwaltetes Hosting von WordPress. Damit wirbt WordPress.com. Ob es für die eigene Website geeignet ist, muss jeder selbst entscheiden.

Die Entscheidung, welche der beiden Varianten du wählst, hängt vor allem davon ab, welche Art von Website du möchtest.

Während du mit WordPress.org vollkommen unabhängig und flexibel bleibst, bietet WordPress.com den Vorteil der technischen Betreuung einer Website, sofern du das entsprechende Paket gebucht hat.

Mit WordPress.org musst dich dagegen um alles selbst kümmern (Hosting, Installationen, Wartungen), sofern du nicht jemanden dafür engagierst.

Solltest du also nur einen einfachen Blog für dein Hobby führen wollen, dann kann WordPress.com durchaus die richtige Wahl sein. Für deinen seriösen und überzeugenden Internet-Auftritt würde ich aber in jedem Fall WordPress.org empfehlen.

Wie ich zu WordPress gekommen bin

Sabrina Kögler an ihrem Arbeitsplatz im Home Office
Mein Arbeitsplatz im Home-Office – hier entstehen einzigartige WordPress-Websites.

Angefangen habe ich mit dem CMS Joomla, das war okay, war aber nicht so ganz meins. Dann habe ich lange rein HTML und CSS geschrieben. Aber hier fehlten mir die Möglichkeiten, welche nur mit Programmieren von PHP und anderen Programmiersprachen möglich sind. Leider habe ich dafür gar kein Talent. Während meiner Umschulung zur Mediengestalterin Digital & Print (2016 – 2018) und dem dazugehörigen Praktikum bei einer Stuttgarter Werbeagentur lernte ich dann WordPress kennen. Seitdem arbeite ich fast ausschließlich damit.

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Meine eigene Hassliebe zu WordPress

Ich gebe es zu: auch ich war nicht immer ein Fan von WordPress. Ich empfehle es auch jetzt nicht immer uneingeschränkt. Willst du eine (kleine) Webseite live stellen (also im Internet veröffentlichen) und in Zukunft an deren Inhalt, Design und Funktion nichts verändern, okay. Dann schreibe ich dir auch sehr gerne ganz klassisch deine Webseite mit HTML und CSS. Damit habe ich angefangen und auch das liebe ich. Aber:

WordPress kann mehr!

Mit diesem CMS steht dir praktisch alles offen. Warum ich mich letztlich bei den meisten Projekten für WordPress entscheide, erfährst du jetzt.

Es ist vielseitig und anpassbar

Egal, welche Form deine Webseite zum Anfang hat. WordPress ist super flexibel. Du hast immer die Möglichkeit, sie zu erweitern oder dich komplett neu auszurichten. Newsletter einbinden, einen Shop einrichten, SEO-Optimierung, Tools zur Terminplanung mit deinen Kunden, unterschiedliche Benutzer mit unterschiedlichen Rechten der Bearbeitung, alles steht dir zur Verfügung. Entweder direkt durch WordPress oder durch eine Vielzahl an Plugins.

WordPress-Webseiten sind schnell umgesetzt

Eine Webseite in WordPress umzusetzen geht vergleichsweise schnell. Innerhalb kurzer Zeit ist WordPress installiert. Mit einem vorgefertigten Theme und nach dem Einbringen der gewünschten Inhalte kann die Seite dann theoretisch live gehen.

Die alte Webseite eines meiner Kunden hat auf einmal den Geist aufgegeben. Nichts ging mehr. Es war Freitag Abend. Am Montag sollte eine Pressekonferenz stattfinden, auf der auch die Webseite eine Rolle spielen sollte. Natürlich war die Panik groß und die Nerven lagen blank. Sowohl beim Kunden als auch bei mir. Also habe ich mich ein Wochenende eingeschlossen, meinen Mann und die Kinder erstmal ignoriert und habe die sehr große Seite im WordPress neu aufgesetzt. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, letztlich habe ich es aber geschafft. Und der Kunde war glücklich (und ich erst…).

Und wenn du dir vorher ein Design überlegst, vielleicht sogar ein Screendesign angefertigt hast,  dann ist es einfach ein tolles Gefühl, wie schnell deine Überlegungen dann in WordPress Gestalt annehmen.

Du möchtest möglichst schnell mit deiner Seite live gehen? Mit WordPress funktioniert das. Und es funktioniert gut.

Übrigens spielt die schnelle Umsetzungsmöglichkeit auch eine finanzielle Rolle. Je schneller deine Webseite steht, desto weniger Kosten entstehen für dich. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

Es ist günstig

Das Content-Management-System WordPress ist kostenlos, zunächst entstehen dir nur Kosten für deinen Hoster und deine Domain. Wahrscheinlich wirst du im Laufe der Zeit dennoch Geld in deine Webseite investieren. Sei es durch kostenpflichtige Themes oder Premium-Plugins. Oder du beauftragst einen Profi für die Gestaltung einer Webseite.

Dennoch wirst du damit nicht so viel Geld ausgeben müssen, wie mit einer programmierten Webseite.

Dass Programmieren einer Webseite, vor allem das der zusätzlichen Funktionen, verschlingt einfach wesentlich mehr Zeit und ist daher auch wesentlich teurer.

Es ist einfach und intuitiv zu bedienen

Du möchtest deine Seite ganz oder zumindest größtenteils selbst pflegen, ohne vorheriges Programmierer-Studium?

Natürlich benötigen WordPress und die benutzten Plugins etwas Einarbeitung. Das ist vollkommen normal und auch okay. Aber in den meisten Fällen ist diese Einarbeitungsphase sehr schnell gemeistert und man klickt sich anschließend sicher durch das Backend von WordPress.

Ich selbst habe also 2016 erste Erfahrungen mit WordPress gemacht und ab 2018 regelmäßig damit gearbeitet. Trotzdem kenne ich natürlich nicht alle Themes oder Plugins. Und natürlich gibt es immer wieder Kunden mit bereits bestehenden Webseiten, welche ein mir unbekanntes Theme oder Plugin benutzen oder benötigen. Bisher habe ich es immer geschafft, mich dann einzuarbeiten und die Funktionen zu verstehen.

Suchmaschinenoptimierung bei WordPress

Mit WordPress sind deine Inhalte schon relativ gut für die Suchmaschinen optimiert. Benutzt du dann noch zusätzlich ein Plugin, wie zum Beispiel Yoast SEO oder RankMath und beachtest ein paar einfache SEO-Regeln, ist auch für dich die Suchmaschinen-Optimierung ein Kinderspiel.

Mein Fazit nach sieben Jahren Webdesign

Es ist nicht immer die richtige Lösung für alles und jeden, aber WordPress bietet einfach alles, um richtig gute Webseiten zu erstellen. Und auch, wenn nicht immer alles gleich so funktioniert, wie ich es gerne hätte, liebe ich es einfach Webseiten mit WordPress zu erstellen!

Du liebst es auch WordPress-Webseiten zu erstellen? Oder bist du ein absoluter WordPress-Gegner? Schreibe mir deine Meinung gerne weiter unten in den Kommentaren und lass mich wissen, warum du für oder gegen das beliebte Content Management System bist.

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