Der Blick in den Spiegel – In meinem Jahresrückblick 2021 reflektiere ich mein Tun.

Der Jahreswechsel steht kurz bevor – Zeit, das zurückliegende Jahr 2021 nochmals für mich Revue passieren zu lassen. Es freut mich, wenn du mich auf meinem Jahresrückblick 2021 begleitest: Was lief gut, was eher weniger gut? Woran bin ich gewachsen, was hat mich stolpern lassen? Für mich auch eine Zeit, tief in die Selbstreflexion zu gehen und herauszufinden, was ich 2022 besser machen kann.

Nachdem Judith Peters von Sympatexter ihren alljährlichen Jahresrückblog angekündigt hatte, meldete ich mich daraufhin sofort für die Teilnahme an. Erst im Nachhinein überlegte ich, was ich denn überhaupt schreiben sollte. Gerade dieses Jahr war bei mir, so kommt es mir zumindest vor, recht ereignislos. Sowohl beruflich, als auch in meinem Privatleben ist nicht allzu viel passiert, es gab auch keine großen emotionalen Hoch- oder Tiefpunkte. Sollte ich überhaupt mitmachen, fragte ich mich. Schließlich entschied ich mich, einfach mal anzufangen und zu sehen, wohin mich das führen würde.

Viel hatte ich mir für das Jahr 2021 vorgenommen. Rückblickend würde ich sagen zu viel.

  • Meine Website wollte ich überarbeiten,
  • meine Zielgruppe ausarbeiten und direkter ansprechen,
  • mein Branding, das zwar in meinem Kopf, aber nirgends sonst existiert, endlich auch umsetzen,
  • ein Freebie erstellen,
  • eine Newsletter-Liste aufbauen
  • einen Blog starten,
  • um in Google möglichst weit oben zu ranken,
  • Professionelle Fotos von mir machen lassen,
  • mich in möglichst viele Richtungen weiterbilden.
  • Und vor allen Dingen wollte ich meine ersten richtigen Kunden gewinnen, möglichst schnell und möglichst viele.
  • Damit ich finanziell unabhängiger bin, damit ich selbst meine Rechnungen bezahlen kann und nicht weiterhin mein Lebensgefährte einspringen muss, wenn es bei mir eng wird (was praktisch jeden Monat der Fall ist).
Meine 3-jährige, bei unserem Besuch des Tierparks in Bretten, einer von vielen Ausflügen in diesem Jahr.

Und hier sind jetzt noch nicht einmal die Dinge gelistet, die ich mir privat vorgenommen habe. Vielleicht wollte ich zu schnell zu viel auf einmal. An sich ist die Liste ja nicht wahnsinnig lang. Was ich aber bei meiner Zielsetzung nicht bedacht hatte: woher sollte ich die Zeit für all das nehmen. Mit einem Baby und einem Kleinkind zu Hause, die natürlich viel Aufmerksamkeit fordern, neben Stillen, Brei kochen und diesen wieder aus Haaren und von Möbeln waschen, bergeweise Wäsche, der übrige Haushalt, Spaziergänge, Spielplatz-Besuche, Mahlzeiten zubereiten, Spielen, dem Nachbarskind bei den Hausaufgaben helfen, Ausflüge in den Tierpark … Und Abends war ich dann so kaputt, dass ich erledigt ins Bett fiel, sobald die Kleinste endlich gegen 22 Uhr einschlief.

Ähm, ja. Ich gebe zu, das mit der Planung und dem Setzen von realistischen Zielen muss ich noch ein wenig üben. Zum Glück kommt ja ein neues Jahr, in welchem ich mir jetzt mal genau das fest vornehme,

Die „Sucht“ nach neuem Wissen

Ich liebe es neue Dinge zu erlernen, unbekanntes auszuprobieren, meine Fähigkeiten zu erweitern und meine persönlichen Grenzen zu überwinden. Was Hobbys anbelangt, bin ich gut versorgt: Lesen, Schreiben, Malen und Zeichnen, Nähen, Basteln, Fotografieren … Auch in Hinsicht meiner Arbeit will ich immer mehr: Web- und Grafikdesign, Branding, SEO, Social-Media-Marketing… Mein Motto lautet: „Was ich nicht kann, kann ich lernen.“

Dieses Foto entstand für einen Social-Media-Post im Rahmen der Blog-Challenge von Judith Peters.

Okay, dieses Motto ist schon ein wenig hochtrabend, aber worauf ich damit hinaus möchte: Wenn mir jemand eine Frage stellt, auf die ich die Antwort nicht kenne, oder mit einem Problem zu mir kommt, dessen Lösung mir unbekannt ist, lässt mir das so lange keine Ruhe, bis ich die Antwort oder eben die Lösung gefunden habe, oder zumindest jemanden, der es besser weiß. Dabei muss man aber höllisch aufpassen, denn zu schnell passiert es und man verrennt sich bei einer solchen Suche. Aber zumindest können sich meine Kunden sicher sein, dass ich nicht so schnell aufgebe.

Facebook kennt meine „Sucht“ nach neuem Wissen (und meinen chronischen Budget-Mangel dafür) schon recht gut und zeigt mir immer wieder gerne Anzeigen zu Challenges. Tatsächlich habe ich mich in diesem Jahr für einige davon angemeldet und teilweise sehr viel für mich und mein Business mitgenommen. Angefangen mit der Blog-Challenge mit Judith von Sympatexter (der „Jahresrückblog“ ist übrigens ebenfalls ihr Baby), über Lilli Koisers Traumkunden- und ihre Keyword-Challenge, Cécile Jemmett mit ihrem LinkedIn-Workshop, bis hin zu Jane von Klee die mit ihren Challenges rund um Suchmaschinen-Optimierung noch mit am besten in Erinnerung geblieben ist, ach ja, dann war da noch ein Lightroom-Kurs, in dem ich meine Foto-Bearbeitungs-Kenntnisse aufgefrischt und vertieft habe, eine Challenge über das Lesen und Interpretieren von Mimik und Gestik (rein aus Neugierde), und noch viele mehr.

Von Zielen und guten Vorsätzen

Was Newsletter-Abos angeht, bin ich 2021 in eine regelrechte Sammelwut geraten. Viele habe ich inzwischen wieder aussortiert, aber einigen wenigen bleibe ich weiterhin treu, auch – oder gerade weil – viele davon Mitbewerberinnen darstellen. Ich lese ihre Newsletter und ihre Blogs einfach weiterhin gerne, weil sie mich inspirieren und mich auch mit meinem eigenen Business weiterbringen.

Nicht, dass alles für mich neu und unbekannt war, was ich in diesen Challenges und den Newslettern erfahren habe. Aber allein die Möglichkeit, mal andere Blickwinkel und andere Methoden zu einem Thema kennenzulernen, finde ich gleichsam faszinierend und hilfreich.

Aber dabei habe ich dann doch kleinere Schwierigkeiten. Angefangen beim finanziellen Aspekt, über das Zeit-Management, bis hin zum Dranbleiben. Ich muss mich 2022 definitiv besser fokussieren und strukturieren. Der Plan steht bereits, jetzt muss ich ihn nur noch umsetzen.

Die Facebook-Challenges waren für mich auf jeden Fall auch ein toller Ort, um neue und interessante Menschen kennenzulernen. Wie zum Beispiel Sylvia Tornau von tatmoor.de, die ich Anfang des Jahres bei der Blog-Challenge traf. Sehr spannende und super liebe Frau, die ich seit Juni bei ihrer Website unterstützen darf.

Tja, wo wir beim nächsten und für mich schwierigsten Thema meines Jahresrückblickes 2021 wären:

Small business is hard business

Hey, wo stecken denn plötzlich alle?

Neue Kunden zu gewinnen ist und bleibt für mich nach wie vor eine scheinbar unüberwindbare Hürde. Theoretisch ist mir klar, was ich zu tun habe. Ich bin vielleicht nicht direkt introvertiert, aber leider dafür extrem schüchtern. Unterhaltungen mit fremden Menschen lassen mich zittern und stottern, Telefonate lösen praktisch eine Panik in mir aus. Infolge dessen fällt es mir schwer, mich und mein Angebot so darzustellen, dass die Menschen davon überzeugt sind.

Deshalb hatte ich in diesem Jahr „nur“ vier Kunden:

  • Eine ehemalige Kollegin, die mir hin und wieder kleinere Aufträge zukommen lies,
  • ein Kollege, der mit mir die Umschulung zum Mediengestalter besuchte,
  • Sylvia, die ich oben bereits erwähnt habe und vor kurzem kam dann noch
  • das Label für nachhaltige, in Deutschland handgefertigte, Mode Stitch by Stitch auf mich zu, das ich mit SEO auf ihrer Website unterstützen durfte.
Meine Arbeit ist meine Leidenschaft. Ich brenne dafür und bin bei jedem Projekt mit vollem Herzen dabei.

Alles liebe, großartige Menschen, mit denen ich sehr gerne zusammen arbeite. Aber leider war nicht ein Webdesign-Auftrag in diesem Jahr für mich zu holen. Und dabei ist es gerade das Designen, das Gestalten und Umsetzen einer Website, der Bereich meiner Arbeit, den ich so sehr liebe.

Lichtblicke

Ein Ausschnitt von meinem Arbeitsplatz. Hier soll noch großartiges entstehen (der Kaffee darf dabei natürlich nie ausgehen).

So zieht sich das jetzt seit fast drei Jahren Selbstständigkeit hin und so kann und so will ich das nicht mehr. Darum werde ich im kommenden Jahr versuchen, aktiver zu werden, vor allem in Form von Blogbeiträgen und Social-Media-Postings. Einfach für mehr Sichtbarkeit bei meinen Wunsch-Kundinnen zu sorgen. Und natürlich werde ich daran arbeiten, meine Scheu vor unbekannten Menschen zu überwinden. Schließlich hat mich noch niemand gebissen…

Trotz allem feier ich das Jahr 2021 auch einen kleinen beruflichen Erfolg. Immerhin konnte ich mich persönlich weiterentwickeln und wurde mir endlich darüber im Klaren, mit welchen Menschen ich zukünftig zusammenarbeiten möchte. Mir wurde bewusst, dass meine Traumkunden ausschließlich Frauen sind und diese in einem Berufsfeld tätig sein sollten, in welchem sie Menschen helfen oder ganz allgemein unserem Planeten und den Lebewesen, die dort leben, Gutes tun möchten. Eines meiner Ziele für das Jahr 2022 ist deshalb, die Ausrichtung meiner Website komplett an meine Traumkundinnen anzupassen. Edit: Während ich meinen Jahresrückblick 2021 schreibe, habe ich nebenher bereits begonnen, meine Startseite anzupassen.

Die Arbeiten an der eigenen Website sind nie beendet – auch bei mir nicht. Meine Website zum jetzigen Zeitpunkt – zum nächstes Jahresrückblick wird sie sich bestimmt noch ein wenig verändern.

Außerdem habe ich, dank Judith Peters und ihrer Boom-Boom-Blog-Challenge, angefangen zu bloggen. Damit ich bei der Wahrheit bleibe, muss ich leider gestehen, dass ich es nicht geschafft habe, nach der Challenge und der Veröffentlichung meines ersten Blog-Artikels am Ball zu bleiben. Aber nach meinem Jahresrückblick 2021 werde ich nun regelmäßig einen Blog-Artikel schreiben und veröffentlichen, das habe ich mir fest vorgenommen. Wenn ich in meine Entwürfe schaue, warten da bereits 14 Artikel auf ihre Fertigstellung und in meinem Kopf sausen noch so viele Ideen herum.

Stolz und Dankbarkeit

In erster Linie und zuallererst bin ich stolz auf meine Kinder. Mir selbst kommt es manchmal vor, als wäre es maximal eine Woche her, als ich selbst noch ein Kind war. Als ich all diese fundamentalen Dinge über das Leben lernen musste, selbst noch viele tolle Sachen, aber auch viele Dummheiten machte.

Jetzt sehe ich, wie meine Mädchen sich entwickeln, freue mich und fühle mit ihnen über jede neue Erfahrung, die sie machen und über alles, was sie lernen.

Meine große Tochter (13) besucht die Real-Schule und schlägt sich prima, trotz ADHS-Diagnose und trotz der schwierigen Situation durch meine Scheidung von ihrem Papa in ihrer frühen Kindheit.

Die mittlere Tochter (3) wechselte diesen Sommer in die Regelgruppe im Kindergarten und hat sich nach kurzer Zeit super eingelebt. Sie durfte in diesem Jahr das erste Mal so richtig im Schnee spielen, durfte kneten und mit Wasserfarben experimentieren. Sie lernte das Zählen bis 10, kann schon super puzzeln und noch soviel mehr. Ich liebe es (und zittere innerlich immer dabei), ihr dabei zuzusehen, wie sie vor Glück jauchzend auf ihrem Laufrad bei uns die Straße hinunterrast. Die kleinste Maus wurde 2021 ein Jahr alt.

Nicht perfekt, aber mit ganz viel Liebe gemacht.

Ihren Geburtstag feierten wir in unserem Garten, gemeinsam mit den Großeltern. Ganz praktisch wurde gegrillt und natürlich gab es leckere Kuchen. Die Geschenke wurden mit Unterstützung ihrer zwei Jahre älteren Schwester Fiona ausgepackt.

Dieses Jahr entwickelte sie sich unglaublich rasant von diesem kleinen, hilflosen Wesen in eine eigenständige Persönlichkeit, mit einem zuckersüßen Lächeln und einem unglaublichen Dickkopf (ganz der Papa).

Meine kleinste Maus – zuckersüßer kleiner Dickkopf

Das erste Mal auf den Bauch drehen (damit hat sie sich ewig Zeit gelassen), dann endlich das Krabbeln (Mama: Hilfe!!! Seit wann liegen hier so viele gefährliche Sachen rum) und kurz darauf hochziehen (Matilda: Oh, Mamas Handy auf dem Couch-Tisch – interessant…) und dann auch ganz schnell das Laufen und die ersten Worte. Inzwischen werden Stühle herumgeschoben, damit man auch wirklich jeden Türgriff und jeden noch so weit oben angebrachten Schrank erreichen kann. Und wie cool ist das denn?! Auf die Arbeitsplatte in der Küche kann man ja auch klettern. Und das Glas hört sich ja toll an, wenn ich es einfach mal vom Tisch schubse. Hehehe! So, das hat Mama nun davon, dass sie einfach ohne mich auf den Balkon geht. Jetzt soll sie mal schauen, wie sie wieder hereinkommt. Keine Sorge, die von Matilda geschlossene Balkontür wurde ganz schnell wieder vom Papa geöffnet.

Egal was auch passiert: Meine Kinder sind mein Ein und Alles.

Meine Familie kommt für mich immer an erster Stelle, für sie lasse ich auch mal Arbeit liegen oder einen Kunden warten. Wem das nicht passt, der passt nicht zu mir und eine Zusammenarbeit wird nicht zustande kommen.

Auch auf meinen Mann bin ich unglaublich stolz und ihm auch gleichzeitig sehr dankbar. Er unterstützt mich, so gut er kann und arbeitet wie ein Tier, um uns ein gutes Leben zu ermöglichen.

Ich bin dankbar, dass meine Familie (zumindest bisher) von Corona und anderen Krankheiten weitestgehend verschont geblieben ist und dafür, dass meine Multiple Sklerose – eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems – mich 2021 nicht zu sehr geplagt hat. Ich bin dankbar dafür, dass es uns insgesamt gut geht.

Hals- und Beinbruch: Inlineskates gegen Laufrad

Auf mich selbst bin ich auch ein wenig stolz, bin ich dieses Jahr doch das allererste Mal seit fast fünf Jahren wieder in meine Inlineskates gehüpft und sogar ein wenig gefahren. Okay, das hört sich erstmal nicht so aufregend an. Aber, dass ich so lange nicht mehr damit gefahren bin, hatte seine Gründe. Durch meine MS wurde mein Gleichgewichtssinn und meine linke Körperhälfte stark geschwächt. Rennen, Fahrrad fahren und eben auch inlineskaten schien in den letzten Jahren unmöglich.

In diesem Sommer holte ich dann meine Skates aus ihrem Versteck im Schrank, um sie meiner großen Tochter zu geben (ihre eigenen waren ihr inzwischen zu klein geworden) und sah ihr eine Zeit lang dabei zu, wie sie ihre Runden drehte. Wehmütig daran erinnernd, wie ich selbst es geliebt habe, mit dem Fahrrad oder den Skates in der Gegend herumzukurven, dachte ich dann, dass ich dies nicht mehr mit meinen Kindern tun kann.

Schließlich wagte ich dann doch einen erneuten Versuch – natürlich hatte ich es schon ein paar mal probiert, bin aber immer gescheitert – und hoffte, dass ich mir nicht alle Knochen brechen würde. Ich bin dann tatsächlich einmal ziemlich schmerzhaft auf den Hintern geplumpst, aber auch wenn ich mich noch längst nicht so gekonnt wie früher in die Kurven legen konnte und das Bremsen wohl nochmal ganz neu lernen muss, so hat es doch irgendwie funktioniert. Und wahrscheinlich habe ich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd, als ich dann mit meiner Dreijährigen auf ihrem Laufrad ein Wettrennen machte. Jetzt muss nur noch das Fahrrad fahren wieder klappen und ich bin happy.

Die erste Kundenrezension – einfach nur Danke!

Kundenrezensionen sind – genauso wie der Aufbau eines herzeigbaren Portfolios – der heilige Gral für viele Selbstständige, so auch für mich. Bislang hatte ich weder das eine noch das andere. Zwar habe ich in meiner noch relativ kurzen Laufbahn als Mediengestalterin bereits einige Projekte abgeschlossen, aber die meisten waren noch während meines Praktikums bzw. während meiner Anstellung. Mein ehemaliger Chef hatte mir ausdrücklich untersagt diese Arbeiten in mein Portfolio aufzunehmen. Weitere Webdesign-Projekte hatten sich bisher nicht ergeben, einzig Support-Auftäge rund um SEO und WordPress, sowie ein paar Grafik- bzw. Print-Designs. Also gibt es auf meiner Website bisher keinen Portfolio-Bereich und bis vor kurzem auch keine Meinungen von Kunden zu meiner Arbeit.

Umso überwältigender war das Gefühl, als ich meine erste Kundenrezension erhielt. Die lieben Worte von Sylvia Tornau rührten mich fast zu Tränen und erfüllten mich auch ein wenig mit Stolz. Für mich war das eine Art kleiner Meilenstein in meiner Selbstständigkeit und hat mir wirklich sehr viel bedeutet.

Natürlich erhoffe ich mir für die Zukunft, dass noch viele weitere Kunden mir ihre Meinung hinterlassen werden (bitte gnadenlos ehrlich, damit ich daran wachsen kann) und ich mir auch ein kleines, aber feines Portfolio aufbauen kann.

Nochmals vielen Dank für deine Rezension, liebe Sylvia!

Du hast ebenfalls Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir? Dann buche jetzt ein
Kennenlerngespräch bei mir, ich freue mich jetzt schon auf dich.

Corona-Pandemie 2.0: Alles total verschwurbelt

Leider wurden unser aller Hoffnung, dass die Corona-Pandemie 2021 unter Kontrolle gebracht wird oder sich sogar in Luft auflöst, nicht erfüllt. Gefühlt wurden auch die Stimmen der sogenannten „Querdenker“ und der Impfgegner auf Social-Media immer lauter.

2020 noch mit dem selbstgenähten MNS mit meinen beiden großen Mädels im Bus

Und, um das klarzustellen: Ich verurteile nicht die Menschen, die sich aus triftigen Gründen nicht impfen lassen oder keinen MSN tragen. Also solche, die ein Attest vom Arzt haben. Diese Menschen sind es eben nicht, die diese Social-Media-Hetze betreiben.

Kopfschüttelnd habe ich die teilweise unsinnigen Kommentare der anderen Fraktion unter Corona-News-Posts gelesen, so vollkommen fernab jeglicher Realität, die Ersteller immun gegenüber jeglicher vernünftiger Argumente oder harten Fakten. Und immer darauf bedacht, andere in ihre Fantasie-Welt mitzunehmen. Tatsächlich steigt mein Wut-Pegel geradezu ins unermessliche, wenn ich mir all diese ignoranten Personen vorstelle, wie sie vor ihren Geräten sitzen und all ihre lächerlichen sogenannten „Fakten“ in die Tasten hauen.

Aber wirklich total daneben und absolut inakzeptabel sind Aussagen und Fotos, in denen immer wieder Vergleiche der jetzigen Politik zum National-Sozialismus gezogen werden. Ein Davidstern, den Ungeimpfte tragen? Man instrumentalisiert hier Menschen und deren Angehörige, die tatsächlich durch die Hölle gegangen sind, um sich selbst von jeglicher Verantwortung zu befreien und um eine Rechtfertigung für sich selbst zu schaffen.

Inzwischen versuche ich, solche Postings zu ignorieren. Sie lassen meinen Blutdruck in die Höhe schießen und meinen Hals immer dicker werden, das ist einfach nicht gesund.

Apropos gesund: Ja, ich selbst bin geimpft. Ich mache mir über die Vor- und Nachteile, die (Langzeit-)Nebenwirkungen genauso wie bei jeder anderen Impfung Gedanken. Aber, ich bin für meinen Teil zu dem Schluss gekommen, dass ich auf eine schwere Corona-Infektion durchaus verzichten kann, genauso, wie ich auf keinen Fall meine Familie oder meine Freunde in diese Gefahr bringen möchte. Ich halte mich auch an die Regeln, wenn ich auch nicht immer ganz d’ac­cord damit bin. Das ist mein Beitrag dazu, dass wir hoffentlich alle bald wieder einen halbwegs normalen Alltag erleben können. Und dieser Beitrag tut mir kein bisschen weh.

Der Berg ruft: Familien-Urlaub in der Schweiz

In diesem Jahr zog es uns mal wieder in die Ferne. Weg vom Alltag, weg von Corona, rauf in die Berge.

Mit Baby in den Urlaub fahren – ein Abenteuer, das wir bereits 2019 mit Fiona machten. Diese durfte damals sogar ihren ersten Geburtstag dort feiern. Dieses Mal feierten mein Lebensgefährte und meine große Tochter ihre Geburtstage dort. Beide haben am selben Tag Geburtstag, was ich immer noch faszinierend finde…

Voller Vorfreude warten wir auf den Zug am Bahnhof Karlsruhe.

Während mein Mann mit dem Auto, vollbeladen mit unserem Gepäck, sich auf den Weg machte, fuhren meine Mädels und ich mit dem Zug. Das war nicht nur für die Kinder ein spannendes Erlebnis – ich schlief Tage vorher schon schlecht, immer in Sorge, dass auch wirklich alles funktioniert und wir gut auf unserer Hütte in den. Bergen ankommen würden.

Letztlich gab es Probleme mit einer Zugverbindung, aber das war schnell gelöst und wir kamen erschöpft aber voller Vorfreude in Glarus an, wo wir von meinem Mann bereits erwartet wurden. Das Auto war schon entladen und so konnten wir das letzte Stück rauf zur Hütte, dem Skihaus Schilt, damit zurücklegen.

Der Blick von unserer Hütte auf die Berge bei Sonnenuntergang

Für mich fühlt sich das immer ein Stück weit wie nachhause kommen an. Ich liebe die Berge einfach. Dort oben, fernab von Problemen, dem Trubel, dem Stress und den vielen kleinen und großen Dingen, die den Alltag oft so schwer machen, ist mein Herz Zuhause, hier fühle ich mich sicher und kann mich entspannen. Hier finde ich immer wieder zurück zu meinem Selbst.

Wir verbrachten wundervolle zehn Tage in der Schweiz, machten Ausflüge und kleinere Wanderungen, gingen Baden im Klöntalersee, besuchten das Naturfreundeshaus, und ließen den Tag am Abend gerne mit einem Bad im Hot-Pot bei einem Bier oder einem Prosecco, mit Blick auf die beeindruckende Bergkulisse und den unendlichen Sternenhimmel, ausklingen.

Mit etwas Wehmut, aber auch mit der Freude am Abend wieder eine anständige Dusche zu bekommen und im eigenen Bett zu schlafen, nahmen wir nach den zehn Tagen wieder Abschied. Auch den Heimweg traten die Mädels und ich wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Mein Jahr 2021 in Zahlen:

  • Geschirr: 1 Teller, 2 Kaffee-Becher und 1 Glas zerbrochen
  • 157 E-Mails und 349 Nachrichten geschrieben
  • ca. 29 Stunden mit warten auf und fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln verbracht
  • Facebook-Seite: 65 Likes und 70 Abonnenten
  • Instagram: 130 Follower
  • LinkedIn: 240 Kontakte
Mein LinkedIn-Dashboard am 14.12.2021: Viel Luft nach oben…

Zeige deine Leidenschaft für deine Arbeit
auf deiner individuellen & authentischen Website.

Gemeinsam erstellen wir deine einzigartige WordPress-Website

  • mit professionellem Design,
  • ganz ohne Technikfrust,
  • inklusive Onpage-Suchmaschinenoptimierung,
  • und vielem mehr.

Blick in die Zukunft: Was 2022 für mich bereithält

  • Website und Branding überarbeiten: Was ich meinen Kunden predige, sollte ich wohl selbst auch hinbekommen. Farben, Schriften, Logo – ich muss mich endlich mal entscheiden!
  • Ein Freebie erstellen: Ein PDF mit tollen WordPress- / Webdesign-Tipps oder einem How-To? Krieg ich hin!
  • Mit meinem Blog (ernsthaft) loslegen: Auch wenn’s niemanden interessieren sollte, ich liebe das Schreiben.
  • Newsletter: Andere bekommen das auch hin, warum also ich nicht?!

Meine Maxime für das Jahr 2022:

ALL IN! Handle aus dem Herzen heraus, aus innerer Überzeugung und mit allem, was dich ausmacht.

6 Kommentare zu „Mein Jahresrückblick 2021: Auf der Suche nach mir selbst“

  1. Was für ein schöner Rückblick, ich hab es mir bis zur letzten Zeile durchgelesen und mich an einigen Stellen wiederfand. Judith Peters hat recht, solche persönlichen Artikel sind sehr wertvoll für potentielle Kunden, man erfährt viel mehr über die Person hinter dem Angebot.

    Auch mit dem Geld verdienen sehe ich so wie du, ich habe schon unfassbar viel Geld in Coachings, Mentorings, Masterclasses, Webseite usw. investiert. Jetzt soll es sich endlich bezahlt machen, Return of Investment ist so was von dran! Ich glaube, das wird mein Jahresmotto 2022; ) Wünsche dir jedenfalls auch prall gefüllte Auftragsbücher im neuen Jahr.

  2. Lange habe ich überlegt, ob ich dir einen Kommentar da lasse, denn mich haben deine Worte nicht los gelassen.

    Es gibt Menschen, die sind jung, die sehen gesund aus und sind es nicht – diese haben einen Attest und tragen keinen Mundschutz, werden gemieden, von Busfahrern nicht mit genommen, von mitfahrenden Gästen solange beschimpft bis sie ihr Attest zeigen und bekommen dann zu hören, dass dieser gefälscht ist.

    Dies ist keine Verschwörungstheorie, sondern seit 1,5 Jahren meine bitterböse und fast tägliche Erfahrung,.

    Denn als 34 jährige Frau, die otisch gesund aussieht, es jedoch mit einem Schwerbehindertenausweis nicht ist, treffe ich oft auf verständnislose Menschen –

    ich wünsche mir Transparenz, Kommunikation und keine Aggression.
    Ich wünsche mir ein aufeinander zu gehen,
    Wege gemeinsam zu gehen
    und Brücken zu bauen.

    LG Maria

    1. Liebe Maria,

      natürlich darfst du sehr gerne deinen Kommentar hinterlassen!

      Ich kenne das aus eigener Erfahrung, da ich selbst ebenfalls krank bin und man meistens keine sichtbaren Symptome der Krankheit erkennen kann. Wenn aber sichtbar, dann so, dass die Menschen einen für betrunken halten. Vorurteile und Schubladen-Denken beherrscht leider zu viele Menschen…

      In meinem Artikel schreibe ich deshalb ausdrücklich, dass ich eben nicht jene Menschen meine, die z. B. aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen oder sich nicht impfen lassen können.

      Vorurteile, Missgunst, das Bedürfnis sich zu profilieren – keine Ahnung, was Menschen dazu antreibt derart aufeinander loszugehen. Ich finde das ebenfalls sehr traurig! Ein anständiger und sachlicher Diskurs wäre viel zielführender für alle Seiten. Vergleiche zwischen der Corona-Politik und dem Nationalsozialismus sind aber weder das eine, noch das andere.

      Liebe Grüße,
      Sabrina

  3. Liebe Sabrina, was für ein schöner Rückblick, selbst in dem Teil, in dem Du über Corona schreibst, liest sich dein Text ausgeglichen und ruhig. Das Layout Deiner Seite finde ich sehr ansprechend und auch den Namen „Websites für Unterstützerinnen“. Den Part mit den fehlenden Kund:innen kann ich gut nachvollziehen, da es mir ähnlich geht. Irgendwie glaube ich noch nicht so richtig an die Wirkung von Social Media, die meisten Likes und Abos kommen von irgendwelchen dubiosen Männern. Sehr unangenehm finde ich das. Trotzdem werde auch ich mich im nächsten Jahr intensiver mit Positionierung beschäftigen.
    Ich finde ja, du darfst mit Dir ruhig etwas gnädiger sein. Kleinkinder verhindern stringentes Arbeiten und mehr Kundinnen bedeuteten dann eben auch mehr Arbeit. Im nächsten Jahr klappt das dann sicher auch mit mehr Kundinnen, Du machst ja schon viel dafür.
    Was ich sehr berührend finde ist der Absatz in dem Du von Deiner Erkrankung sprichst und davon, wie Du Dir das Leben zurück eroberst. Hut ab!

    1. Liebe Sylvia,

      vielen Dank für deinen lieben Worte (wieder einmal )! Ich hatte schon das Gefühl, mein Jahresrückblick klingt nach einem Bad im Selbstmitleid…

      Was Aktivitäten auf Social Media betrifft, geht es mir im Grunde genauso wie dir. Das Social-Media-Hoping geht mir manchmal ganz schön auf die Nerven, ich habe einfach nicht die Lust und die Zeit mich ständig auf Facebook, Instagram & Co zu präsentieren. Und leider hast du recht, es reagieren meistens eh nur die falschen Personen (sofern diese überhaupt Personen und nicht irgendwelche Bots sind) darauf.

      Meine Krankheit – ja, das ist so eine Sache. Hauptsächlich deshalb habe ich mich für die Selbstständigkeit entschlossen. Eine Begleiterscheinung der MS ist das Fatique-Syndrom und gerade das macht mir oft schwer zu schaffen. Aber ansonsten ignoriere ich das Miststück MS einfach und versuche mein Leben eben so gut es geht zu leben.

      Jetzt hoffe ich auf ein spannendes und vielleicht auch erfolgreiches Jahr 2022 für uns alle!

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